OMT Orthopädische Manuelle Therapie

ISG Blockierung


3. Juli 2016 | Steffen Klittmann

Häufig kommen Patienten zu uns in die Praxis und erzählen, dass ihr ISG (Iliosakralgelenk) blockiert sei. Sie fragen dann ob wir es wieder einrenken können.

Leider haben viele Menschen falsche Vorstellungen und Gedanken zu ihrem Problem. Doch woher kommen diese?

 

Häufig von den Therapeuten und Ärzten selbst. Aber auch vom Umfeld, wie z.B. der Familie, dem Bekanntenkreis oder dem Friseur.

Chiropraktiker, Heilpraktiker und Physiotherapeuten untersuchen häufig die Beinlänge. Aber warum? Schon lange ist bekannt, dass unterschiedlich lange Beine keinen Zusammenhang zu Rückenschmerzen haben (Artikel 1 und Artikel 2). Dennoch wird die Beinlänge leider von vielen Therapeuten standardmäßig gemessen und dem Patienten gesagt, er habe unterschiedlich lange Beine. Der Therapeut erklärt dann häufig, er könne die Ursache der Beinlängendifferenz mit speziellen Handgriffen wieder korrigieren. Als Ursache wird eine Beckenschiefstellung oder Blockierung durch das ISG genannt.

Warum können solche Aussage zu Problemen führen?

  • Man hat das Gefühl die Wirbelsäule sei schwach und anfällig für Verletzungen
  • Man bewegt sich dadurch vorsichtiger
  • Man bekommt Angst schwere Dinge zu heben, das Becken oder die Wirbelsäule könne sich wieder verschieben
  • Man glaubt, dass die Position des Beckens immer wieder regelmäßig überprüft und korrigiert werden müsse
  • Man macht sich abhängig von dem Therapeut
  • Man bekommt einen schlechten Umgang mit dem Problem und erlangt keine Kontrolle darüber
  • Man fühlt sich häufig hilflos und glaubt, dass nur ein Therapeut die Stellung korrigieren könne

All diese aufgeführten Faktoren stehen in Zusammenhang mit einer schlechten Prognose!

 

Denken Sie genauso?

Dann haben Sie ein höheres Risiko chronische Schmerzen zu entwickeln als jemand, der das nicht denkt (Artikel 3 und Artikel 4).

Die Position des ISGs kann mittels Einrenken oder anderen sanften Verfahren nicht verändert werden. Hier gibt es den schon seit Jahren bekannten Beweis dazu.

Sie sehen, wie wichtig die Kommunikation zwischen Therapeut und Patient während der Untersuchung und Behandlung ist. OMT Therapeuten haben nicht nur die fachliche Kompetenz ihr Problem beurteilen zu können, sie sind auch in der Lage wissenschaftlich schon lange bekannte Fakten in den Behandlungsalltag zu transferieren. Weiterhin sind OMT Therapeuten in Kommunikation ausgebildet und werden keinen Sprachgebrauch verwenden, welcher zu Chronifizierung führen kann. Unser Ziel ist nicht die abhängig von Therapie zu machen. Unser Anliegen ist es, dass Sie selbstständig:

  • Einfluss auf Ihr Problem nehmen können
  • Kontrolle über Ihr Problem erlangen
  • mittels an Ihr Problem angepassten Übungen die Heilung unterstützen können
  • förderliche Gedanken und Überzeugungen zu Ihrem Problem entwickeln
  • Verständnis über Ihr Problem erlangen und wir Sie durch neue Erkenntnisse aus der Forschung dabei in Form von Aufklärung unterstützen
  • unabhängig von Therapie werden
  • ein normales und selbstbestimmtes Leben führen können
  • wieder Freude an Bewegung gewinnen
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Kommentare

  1. Steffen Klittmann: 10. Juli 2016 um 10:02

    Hier nun der vollständige Blog Beitrag, der leider aus technischen Gründen heute erst online gehen konnte. Viel Spaß beim Lesen